Wie lange dauert eine Introvisions-Sitzung?

Wie lange dauert ein Coaching mit Introvision?

Introvision stellt für mich nur eine Methoden unter anderen dar, die im Business-Coaching zum Einsatz kommen, deshalb ist das folgende keine Angabe darüber, wie lange insgesamt ein nachhaltiges Coaching dauern kann, denn je nachdem, mit welchen Projekten zum Beispiel ein Klient befasst ist, muss auch mit systemischen Methoden gearbeitet werden oder man muss ganz klassisch die Führungsrolle reflektieren oder man braucht die Kommunikationsmodelle derTransaktionsanalyse, um eine Situation im Team zu beleuchten. Wenn ein Klient sich jedoch selbst gründlich im Weg steht, kann die Introvision das richtige Mittel sein und dann arbeite ich auch damit.

Der Zeitbedarf des Klienten richtet sich natürlich auch danach, wie viel er erzählen muss, um seine Situation zu schildern. Ich rechne für gewöhnlich mit einer Sitzungsdauer von ein bis zwei Stunden, davon nimmt die eigentliche Introvisionstechnik dann 20 bis 90 Minuten in Anspruch, das ist individuell verschieden. Ich habe schon erlebt, dass sich innnerhalb von zwanzig Minuten ein Konflikt dauerhaft aufgelöst hat, ohne dass derjenige allein zu Hause weitergeübt hat. Ich habe aber auch schon mit Klienten gearbeitet, die nach der Sitzung zwei, drei, in einem Fall sechs Wochen lang täglich allein mit Introvision gearbeitet haben, bis sich ihr Thema erledigt hatte. Das tägliche alleine Üben nimmt dabei etwa zehn  Minuten in Anspruch.

Wie lange es dauert, bis ein Konflikt sich dauerhaft aufgelöst hat, liegt vermutlich auch daran, wie tief sich das Problem eingeprägt hat, wie groß seine Bedeutung für den Klienten ist oder wie lange Zeit er sich bereits damit herumschlägt.

Es gibt Coaches, die am liebsten gleich zwei Tage am Stück mit einem Klienten arbeiten, ich ziehe es vor, zwei oder drei Sitzungen in der genannten Länge in einem Abstand von wenigen Wochen anzubieten. Das bietet den Vorteil, dass man die Arbeit am Konflikt modifizieren kann, wenn sich zum Beispiel herausstellt, dass unter dem zu erst erkannten Imperativ ein tieferer Kernimperativ verborgen war, den man dann in der weiteren Sitzung bearbeitet. Da die Unterschiede, wie ein Coach mit Introvision arbeitet, so groß sind, ist es am besten, man erfragt den jeweiligen Arbeitsstil.

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