Die Technik der Introvision (3. Artikel: Nachhaltiges Coaching)

Newsletter Konstanzer Seminare Mai 2013

Die Technik der Introvision

Im vorigen Newsletterbeitrag wurden die inneren Konflikte mit den zugrundeliegenden Imperativen geschildert und wie der Verstand versucht, damit umzugehen. Der Verstand tut das, wofür er da ist: Er greift ein und sucht nach Lösungen. Dass das jedoch nicht die beste Vorgehensweise ist, haben inzwischen viele psychologische Studien gezeigt. Denn die vom Verstand präsentierten Lösungen zeitigen, gerade im Falle tief gehender Imperative, die miteinander im Clinch liegen, immer nur eine kurzfristige Wirkung, aber keine endgültige Auflösung des Konflikts. Durch die Anstrengungen des Verstandes kann es sogar dazu kommen, dass das „Alarmsystem“, das in der Amygdala beheimatet ist und dafür zu sorgen hat, dass wir vor „Gefahr“ gewarnt werden, sozusagen immer größere Gebiete abdeckt. So wird zum Beispiel auch das Phänomen erklärt, dass Phobien, die nicht behandelt werden, die Tendenz haben, immer weitere Bereiche zu erfassen – die Alarmglocke schrillt bei immer unspezifischeren Reizen.

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