Fallbericht: IntrovisionCoaching

Die Klientin, eine Frau in den Fünfzigern, bat dringend um eine Termin. Sie hatte die Gelegenheit, einen großen Schritt in ihrem Leben zu tun, dazu brauchte sie jedoch Mut, Mut, der ihr im Moment noch abging. Sie hatte sich in ihrem Job, dem sie von zu Hause aus nachging, seit ihre Kinder erwachsen waren, so gut bewährt, dass ihr Arbeitgeber sie weiter aufbauen und fördern wollte. Dazu sollte sie einen zweitägigen Kongress in einer weit entfernten Stadt besuchen.

Sie wünschte sich einerseits sehnlichst, das zu machen, hatte jedoch andererseits große Panik davor, da sie sich schon seit Jahren nicht mehr allein aus dem Haus traute.

Sie meldete sich bei mir, als der Termin des Kongresses kurz bevor stand. Da sie so eindringlich darum bat, verabredete ich einen Termin am Samstagvormittag mit ihr. Am Montagmorgen sollte sie das Flugzeug nehmen, um am Kongress teilzunehmen – die Sache war also denkbar knapp.

Als sie zu mir kam (von ihrem Mann begleitet), erzählte sie, dass sie das Haus allein nicht verlassen könne, da sie es mehr als einmal erlebt hatte, dass sie von solcher Panik erfasst wurde, wenn sie allein irgendwo unterwegs gewesen war, dass es ihr mit einem Schlage die gesamte Energie raubte und sie buchstäblich unfähig war, sich auch nur einen Schritt zu bewegen.

Doch nun hatte sie genug von all den Einschränkungen, die sie erlebte. Sie war ernsthaft bereit, ihr Leben zu ändern, deshalb hatte sie sich, ermutigt von ihrem Mann, der IntrovisionCoaching bei mir schon kennengelernt hatte, dazu entschlossen, diesen Weg zu versuchen – nach vielen anderen, die bisher erfolglos geblieben waren.

Im IntrovisionCoaching trat dann zutage, dass es nicht nur um die Angst ging, sich allein außerhalb ihrer vier Wände zu bewegen, sondern dass sie auch eine ganz besondere Furcht davor hatte, eine Nacht allein in einem Hotelzimmer zubringen zu müssen. Es stellte sich heraus, dass aufgrund ihrer frühen Lebensgeschichte die Angst, allein gelassen zu werden ein zentrales Thema für sie war – ein Thema, das sie als existenzbedrohend erlebte. Die sehr intensive IntrovisionCoaching-Sitzung dauerte etwa zwei Stunden. Während dieser Zeit gelang es ihr, ihre Alarme schon deutlich zu reduzieren. Am Sonntag arbeitete sie noch einmal allein anhand der Anleitung, die ich ihr als Audio-Anleitung mitgegeben hatte – und am Montagmorgen stieg sie tatsächlich in das Flugzeug! Sie nahm erfolgreich am Kongress teil und schickte mir anschließend zwei begeisterte Emails. Die zweite Email hatte folgenden Nachtrag:

„PS. Ich habe noch nie ohne meine Familie solch eine Unternehmung gemacht und bin seit über zwanzig Jahren nicht allein unterwegs gewesen.“

Dieses Coaching war zwar sicherlich kein „typisches“ Businesscoaching, zeigte jedoch auf eindrückliche Weise, welch eine durchschlagende Wirkung IntrovisionCoaching entfalten kann.

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